Das sagen Schaffhauser zum Duell Brüngger vs Stocker
Am Anfang der Neuwahl ging ich davon aus, dass Simon Stocker erneut das Rennen machen wird. Nun sehe ich Severin Brüngger in die Offensive gehen. Dadurch ist die Sache nicht mehr wirklich eindeutig. Meine Stimme erhält Simon Stocker, einfach auch schon wegen seiner Vernetzung in Bundesbern. Er kann dadurch einfacher da weitermachen, wo er aufgehört hat. Severin Brüngger sehe ich aufgrund seiner regionalen Verwurzelung eher in der Lokalpolitik. Für Stockers Sieg würde ich nicht die Hand ins Feuer legen. Ich bin gespannt, wie es am Ende ausgeht. Und ja, leben könnte ich mit beiden.
Auf den ersten Blick stufte ich Simon Stocker als Favoriten ein, da er durch sein Wirken als Ständerat bereits bekannt ist. Nach reichlicher Überlegung komme ich zu einem anderen Schluss. Es ist gar nichts klar und gar nichts entschieden. Aus meiner Sicht ist noch alles offen und es existiert kein Favorit. Meine Stimme geht an Severin Brüngger. Für mich ist er glaubwürdiger als sein Kontrahent. Zudem versteht er die Wirtschaft und setzt sich für diese im Kanton ein. Ausserdem ist mir nicht klar, weshalb ein Politiker wie Stocker, der die Regeln kennt, diese nicht befolgte. 2023 wählte ich Thomas Minder.
Obwohl Severin Brüngger momentan vermehrt in den Vordergrund rückt und Präsenz zeigt, hoffe ich nichtsdestotrotz weiterhin stark darauf, dass Simon Stocker gewählt wird. Er bringt als Schaffhauser Ständerat exakt das mit, was wir in der Schweiz brauchen. Ausserdem konnte er in seiner politischen Laufbahn bereits viele wertvolle Erfahrungen sammeln, was ein enormer Vorteil ist und deutlich für ihn spricht. Er soll mit seiner Wiederwahl genau dort weitermachen können, wo er aufgehört hatte.
Es ist wirklich schwer zu sagen, ob Simon Stocker oder Severin Brünnger Einsitz im Ständerat nehmen wird. Diese Wahl ist aus meiner Sicht sehr offen. Ebenfalls noch offen ist meine Entscheidung für einen der beiden. Bei der letzten Wahl stimmte ich für Simon Stocker, obwohl ich bürgerlich wähle. Seit der Pensionierung ist etwa das Thema Wohnungsknappheit für mich wichtiger geworden und das ist nunmal weniger auf der Liste der rechts zu findenden Parteien. An Brüngger gefällt mir unter anderem, dass er Wehrdienst geleistet hat und sich für eine finanzielle Stärkung des Militärs einsetzt.
Severin Brüngger hat gute Chancen, doch ob er auch tatsächlich gewählt wird, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aktuell ist es noch ein starkes Kopf-an-Kopf-Rennen, mein Gefühl tendiert aber eher zu Herrn Brüngger. Sollte er tatsächlich gewinnen, würde mich ein solches Ergebnis sehr freuen, denn ich habe ihn gewählt. Im Vergleich zu seinem Mitstreiter wirkt er auf mich etwas offener und neutraler. Er vertritt ausserdem die Werte der Schweiz und ist deshalb, meiner Meinung nach, eine bessere Wahl als Ständerat.
Ich bin sehr gespannt auf den Ausgang der Ständeratswahl. Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass die Schaffhauser Stimmberechtigten Simon Stocker nochmals ihr Vertrauen schenken, da er bereits einmal den Kanton in Bundesbern vertreten hat und dadurch zu Bekannt- und Beliebtheit gelangt ist. Aber Severin Brüngger scheint doch ein ebenbürtiger Gegner zu sein. Aus meiner Sicht liegen bei beiden Kandidaten die Chancen bei 50 Prozent. Auf den Schluss hin, wird es sicherlich noch zu einem heissen Kampf kommen.
Ich befürchte leider, dass Severin Brüngger gewählt wird. Dies finde ich persönlich ganz schlecht, weil der Kanton dann zwei bürgerliche Politiker im Ständerat hätte und somit ein grosser Teil der Schaffhauser Bevölkerung nicht vertreten wäre – obwohl es doch genau darauf ankommt. Auf meinem Wahlzettel steht «Simon Stocker», weil er ein freundlicher, bedachter, fundierter linker Politiker mit viel Erfahrung ist. Er hat während seiner Amtszeit einen guten Job gemacht und soll das auch künftig machen dürfen.
Ich sehe Tendenzen, die einem schlussfolgern lassen, dass Severin Brüngger als Sieger aus diesem Wahlkampf herausgeht. Er wird von vielen Parteien gestützt, die beim letzten Mal bereits für Thomas Minder gestimmt haben. Persönlich wünsche ich es Simon Stocker, den ich ebenfalls bei der anstehenden Neuwahl auf den Wahlzettel schreibe. Simon kenne ich bereits von Kind auf, da er im selben Haus wie ich gelebt hat. Hinzu kommt, dass er gute Arbeit als Ständerat in Bern geleistet und den Kanton gebührend verteten hat.