Die Schweiz endet bei vielen Themen in Bundesbern bereits an der Grenze zum Kanton Schaffhausen, so der FDP-Ständeratskandidat Severin Brüngger: «Schaffhausen muss mehr auf das Tapet gebracht werden, um mehr Gehör zu finden. Sonst werden wir als Randkanton, nördlich des Rheins übergangen.» Das Stichwort heisse in diesem Zusammenhang «lobbyieren». Denn als Grenz- und Geberkanton sei Schaffhausen wichtig für die Schweiz und das müsse stärker in den Köpfen verankert werden.
Der Leidenschaft folgen und für die Sache brennen
Der 47-jährige Pilot und Politiker wohnt mit seinen drei Kindern und der Ehefrau auf der Breite. Aufgewachsen ist er aber im Zürcher Weinland. Sein beruflicher Werdegang begann bei der SIG mit einer Lehre als Maschinenmechaniker und anschliessender Berufsmatura. Neben der sportlichen Karriere bei den Kadetten, und in der Schweizer Handball-Nationalmannschaft, arbeitete er weiterhin bei der SIG. Mit 28 Jahren, noch bevor er den Zenit erreicht hatte, hängte er den «Handball» an den Nagel – zugunsten einer weiteren Passion, dem Fliegen. «Der Sport hat mich gelehrt im Team zu arbeiten, zu gewinnen und zu verlieren. Solidarität und das Leistungsprinzip wurden ebenfalls hochgehalten.»
Politisch startete er 2021, mit der Aufnahme im Grossen Stadtrat von Schaffhausen, so richtig durch. Ein Jahr später gewann er weiter an Höhe und nahm Einsitz im Kantonsrat. Ehrenamtlich ist er Präsident der Sparte «Junioren und Breitensport» bei den Kadetten, im Vorstand des privaten non-profit Spitex-Dienstes Pflegeteam 2000 und Helfer beim Roten Kreuz. Seine «Flugstrecke» sei nie einem selbst auferlegten Plan gefolgt. Er habe sich hauptsächlich von seiner Leidenschaft leiten lassen, verrät Brüngger im Gespräch mit dem «Bock»: «Wenn ich für eine Sache brenne, dann ergibt sich daraus einfach etwas Gutes. Und ich brenne für Schaffhausen.»
Prägende Projekte und Aufgaben
Viel Zeit und Energie habe Brüngger in die Arbeit in der Geschäftsprüfungskommission des Grossen Stadtrats investiert: «Es war mir ein Anliegen, jedes Geschäft genau unter die Lupe zu nehmen, damit wirklich jeder einzelne Steuer-Franken sinnvoll investiert wurde.» Seit jeher setze er sich für das Gewerbe, im Speziellen das Kleingewerbe wie Familienunternehmen, ein. Sie würden dafür sorgen, dass lokal Arbeitsplätze geschaffen werden. Weiterhin präge ihn die Aufgabe als Präsident der Gesundheitskommission im Kantonsrat. Es bereite ihm persönlich eine grosse Freude, dass der Neubau des Spitals realisierbar ist.