2025 war in Schaffhausen so richtig was los: Ob Wärmeverbünde, das neue Energiegesetz oder die mögliche Bewerbung als Kulturhauptstadt – debattiert wurde intensiv und mit Schaffhauser Temperament.
Wichtige Urnenentscheide zeigten die Richtung: Mit dem neuen Volkspostulat erhält die Bevölkerung mehr Mitsprache. Der Rahmenkredit für die Wärmeverbünde wurde ebenso angenommen wie der Gegenvorschlag zur Initiative «Schaffhausen an den Rhein», der dem Rheinufer bald ein neues Gesicht verleihen wird. Und mit dem Ja zum Spitalneubau investiert Schaffhausen in eine moderne Gesundheitsversorgung. Gute Nachrichten – denn Schaffhausen entwickelt sich weiter und wird immer attraktiver.
Auch national wurde Geschichte geschrieben: Die Einführung der E‑ID und die Abschaffung des Eigenmietwerts sind Meilensteine. Nach Jahrzehnten des Diskutierens ist die digitale Schweiz endlich auf Kurs – und der Weg frei für neue Innovationen «Made in Switzerland». Ebenso erfreulich: Mit den bilateralen Verhandlungen III nimmt die Zusammenarbeit mit der EU wieder Fahrt auf. Ein Erfolg, der gerade für unsere exportorientierte Region wichtig ist – und hoffentlich bald auch das Stromabkommen zurück ans Netz bringt. Denn wer Energieversorgung und Marktzugang stärkt, baut an der Zukunft, nicht an Bürokratie.
2026 ist in Schaffhausen viel los: Das neue Hallenbad, die Schulhausprojekte Steig und Emmersberg, die Entwicklung des Kammgarnareals, die neue Strassenführung beim Schwabentor und die Wärmeverbünde werden konkreter. Gleichzeitig entscheidet die Stadt am 8. März über zusätzliche Schulassistenzen – ein Schritt hin zu mehr Unterstützung im Alltag, von dem Eltern, Lehrpersonen und Kinder gleichermassen profitieren dürften.
Und natürlich gilt auch 2026 das bewährte Erfolgsrezept: den «Fünfer und das Weggli» – wir wollen beides. Wachsen, modernisieren und gleichzeitig sparsam bleiben – das funktioniert nur, wenn alle gemeinsam am selben Strang ziehen. Besonders gefragt ist Koordination: beim Ausbau von Wärmeverbünden, Strassen und Stromnetzen. Hier sind Private, Wirtschaft und Staat gefordert, sich an einen Tisch zu setzen und verbindlich zu planen – langfristig und im Interesse von Schaffhausen.
National steht ebenfalls ein intensives Jahr bevor. Am 8. März stimmen wir über vier gewichtige Vorlagen ab, darunter die Initiative «Bargeld ist Freiheit» und jene zur SRG. Gerade Letztere ist entscheidend: Ohne unabhängigen Journalismus droht die Schweiz zu einem Algorithmus-Land zu werden. Medienvielfalt mag etwas kosten – aber Einfalt kommt uns teurer.
2026 wird also wieder gebaut, geplant und diskutiert – auf Schaffhauser Art: mit Herz, Verstand und gelegentlichem Stirnrunzeln, und vor allem gemeinsam. Und das ist gut so, denn bauen heisst Fortschritt. Ich wünsche allen Schaffhauserinnen und Schaffhausern einen schwungvollen Start, gute Gesundheit und viele wunderbare Momente im neuen Jahr.