Brigitte Muhl siegt beim Alp d’Huez Triathlon
Für das Highlight des Wochenendes sorgte Brigitte Muhl auf der extrem anspruchsvollen Langstrecke (2,2 Kilometer Schwimmen, 118 Kilometer Radfahren, 20 Kilometer Laufen). Nach dem Auftakt im rund 17 Grad kühlen Lac du Verney, einem Stausee, dessen Turbinen das Stromunternehmen EDF eigens für den Triathlon abschaltete, zeigte Muhl eine fantastische Leistung auf dem Rad.
Der Mythos Alp d’Huez
Die Radstrecke forderte den Fünfer-Tross um Tobias Banka, Urs Walter, Alec Shakeshaft, Daniel Sigg und Brigitte Muhl extrem heraus: 3500 Höhenmeter verteilt auf den Col du Grand Serre, Col du Malissol und Col d'Ornon dienten nur als Vorgeplänkel. Der eigentliche Mythos wartete am Ende: Die 21 legendären Serpentinen hinauf nach Alp d’Huez (13,8 Kilometer bei 8,1 Prozent Steigung).
Bei Temperaturen von über 30 Grad ging es durch die kochende Fanzone und die berühmte «Dutch Corner». Angefeuert von hunderten Fans kämpften sich die Schaffhauser hoch. Urs Walter bewies Ausnahmeklasse und bewältigte die Radstrecke in der Fabelzeit von 5:40 Stunden. Brigitte Muhl fuhr derweil der Konkurrenz auf und davon und setzte sich bereits am Berg an die Spitze ihrer Altersklasse.
Auf den anschliessenden drei Laufrunden in der dünnen Höhenluft blieb Muhl souverän. Angefeuerte von ihren Vereinskollegen hielt sie das Tempo hoch und sicherte sich nach 9:49:00 Stunden mit neun Minuten Vorsprung verdient den Altersklassensieg.
Die Ergebnisse der Langstrecke:
Urs Walter: 8:22 Stunden
Tobias Banka: 9:03 Stunden
Alec Shakeshaft: 9:13 Stunden
Daniel Sigg: 9:36 Stunden
Brigitte Muhl: 9:49 Stunden (Platz 1 Altersklasse)
Bezwingung des «Monsters» am zweiten Tag
Am folgenden Tag ging es für Romeo Bettini und René Quendt auf die Kurzdistanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 28 Kilometer Radfahren, 6,4 Kilometer Laufen). Bettini erwischte einen Sahnetag: Er verliess das Wasser nach starken 26 Minuten als 86. unter mehr als 1600 Teilnehmenden. Den berüchtigten Schlussanstieg, den er vorab ehrfurchtsvoll als «Monster» bezeichnet hatte, bezwang er in einer reinen Kletterzeit von 1:40 Stunden und finishte nach 3:29 Stunden.
René Quendt kämpfte sich ebenfalls durch die glühende Hitze. Ein Mix aus Fahren, Gehen und dem lautstarken Support der am Vortag gestarteten Teamkollegen trug ihn ins Ziel: Nach 5:11 Stunden unterbot er seine persönliche Bestzeit von 2024 um beachtliche 45 Minuten.