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14.08.2026

Gelebte Solidarität: Herbstfutterbörse

Archivbild aus dem Jahr 2025. Während der Mais damals gute Wachstumsbedingungen vorfand, entwickeln sich die Kolben in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit vielerorts nur unzureichend.
Archivbild aus dem Jahr 2025. Während der Mais damals gute Wachstumsbedingungen vorfand, entwickeln sich die Kolben in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit vielerorts nur unzureichend. Bild: Archivbild
Mit einer Herbstfutterbörse wollen der Zürcher und der Schaffhauser Bauernverband Betriebe mit Futterbedarf und Anbieter unkompliziert zusammenbringen. Gleichzeitig fordern sie faire Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Bereits am 30. Juli 2026 hat der Zürcher Bauernverband Handel und Grossverteiler aufgefordert, die Produzentenpreise kurzfristig zu erhöhen. Zudem müssen die Übernahmebedingungen rasch an die aktuelle Lage angepasst werden. Ziel ist, möglichst alle Schweizer Produkte in der heimischen Wertschöpfungskette zu halten. Migros, Coop, Lidl Schweiz und Aldi Schweiz zeigen sich gesprächsbereit und wollen faire Lösungen finden. Diese positive Reaktion nehmen wir gerne so entgegen und sie macht Hoffnung. Es liegt nun an den nationalen Verbänden, diese offenen Türen zu nutzen.

Gleichzeitig zählt die Solidarität unter den Bauernfamilien. Ackerbaubetriebe und Betriebe mit wenig Tierhaltung können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie bei geeigneter Witterung Zwischenfutter für Berufskolleginnen und Berufskollegen anbauen oder ihren Körnermais als Futtermais verkaufen. Gemäss zahlreichen Rückmeldungen sind viele Produzenten dazu bereit – vorausgesetzt, die Abnahme ist gesichert und die Konditionen sind geklärt. Für den Zwischenfutterbau muss die Planung frühzeitig beginnen, auch wenn der ersehnte Regen noch auf sich warten lässt.

Eine neue Onlinebörse bringt Anbieter und Nachfrager unkompliziert zusammen. Der Zürcher und Schaffhauser Bauernverband vermitteln die Kontakte, während die Betriebe die Details direkt selbst regeln. Ergänzend stellen die Verbände Empfehlungen und fachliche Unterstützung bereit.

Das Prinzip ist klar: Grossverteiler als Partner für angepasste Übernahmebedingungen (inkl. Preis) und gelebte Solidarität innerhalb der Landwirtschaft. Statt staatliche Unterstützung in den Mittelpunkt zu stellen, übernehmen die Beteiligten der gesamten Wertschöpfungskette selbst die Verantwortung und nutzen die vorhandenen Optionen.

Jetzt ist Solidarität gefragt

«Ich wünsche mir, dass die Solidarität vor allem beim Raufutter gelebt wird. Mais, Heu und Stroh sind derzeit nur schwer erhältlich. Wer in diesem Herbst anstelle einer Gründüngung Zwischenfutter ansät, leistet einen wichtigen Beitrag zur Futterversorgung der Tierhaltungsbetriebe und unterstützt damit Berufskolleginnen und Berufskollegen ganz konkret.» Christian Müller, Präsident Schaffhauser Bauernverband SHBV/mtg

Schaffhausen24, Originalmeldung Schaffhauser Bauer
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