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Kanton
05.08.2026

Neophytentausch 2026: Einheimische Pflanzen für Schaffhauser Gärten

Ein bekannter Vertreter auf der Verbotsliste: Für den invasiven Sommerflieder bieten heimische Sträucher wie der Schwarze Holunder oder der Liguster wertvolle Alternativen für die lokale Tierwelt.
Ein bekannter Vertreter auf der Verbotsliste: Für den invasiven Sommerflieder bieten heimische Sträucher wie der Schwarze Holunder oder der Liguster wertvolle Alternativen für die lokale Tierwelt. Bild: Pixabay
Das Interkantonale Labor startet im Spätsommer 2026 eine besondere Umweltaktion: Wer invasive Pflanzen aus seinem Garten entfernt, kann diese kostenlos gegen heimische Arten eintauschen. Damit soll die Ausbreitung gebietsfremder Gewächse gestoppt und die biologische Vielfalt in der Region gezielt gefördert werden.

In vielen Schweizer Gärten wuchern invasive Neophyten wie der Schmetterlingsstrauch oder der Kirschlorbeer. Was hübsch aussieht, verdrängt jedoch zunehmend heimische Wildpflanzen und raubt lokalen Insekten sowie Vögeln die Lebensgrundlage. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bietet das Interkantonale Labor den Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons Schaffhausen eine praktische Lösung an.

So funktioniert der Neophytentausch 2026

Der Weg zur neuen Pflanzenvielfalt im eigenen Garten ist denkbar einfach. Gartenbesitzer graben die invasiven Neophyten samt ihren Wurzeln aus und machen ein Beweisfoto. Dieses Bild wird zusammen mit einer kurzen Nachricht per E-Mail an das Interkantonale Labor gesendet. Um eine unbeabsichtigte Weiterverbreitung zu verhindern, gehören samen- und wurzeltragende Pflanzenteile in den Kehricht beziehungsweise Neophyten-Sack, während der Rest über den Grüngutsammeldienst entsorgt werden kann.

Sobald die Bestätigung des Labors vorliegt, kann im Zeitraum vom 21. September bis zum 1. November 2026 eine heimische Ersatzpflanze im Blumenladen der Stadtgärtnerei abgeholt werden. Die Aktion ist auf maximal drei Pflanzen pro Haushalt begrenzt. Krautige Neophyten wie das Berufkraut oder Goldruten sind dabei nur in Ausnahmefällen umtauschberechtigt.

Vielfältige Alternativen für die Natur

Die bereitgestellten Ersatzpflanzen werden in einer Grösse von etwa 40 bis 60 Zentimetern im Containertopf abgegeben. Das Angebot reicht von Gehölzen wie Hainbuche, Kornelkirsche, Schwarzem Holunder und Vogelbeerbaum bis hin zu beliebten Sträuchern wie Liguster, Pfaffenhütchen oder Schwarzdorn. Auch blühende Stauden wie der Gewöhnliche Blutweiderich und der Edel-Gamander sowie Kletterpflanzen wie Wald-Geissblatt und Efeu stehen als naturnahe Alternativen zur Auswahl.

Jan Sigg, Schaffhausen24
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