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Gesellschaft
05.08.2026
08.08.2026 17:35 Uhr

Präventionstipp: Verstehen statt verurteilen

Ivana Markov erklärt, warum Prävention bereits in der Lehre wichtig ist.
Ivana Markov erklärt, warum Prävention bereits in der Lehre wichtig ist. Bild: Pexels
Mit dem Eintritt ins Berufsleben beginnt für viele Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt. Ivana Markov vom VJPS zeigt auf, wie Lehrbetriebe mit Prävention und Begleitung dazu beitragen können, die Gesundheit junger Menschen langfristig zu fördern.

Ivana Markov engagiert sich mit Herz und Fachwissen für die Gesundheitsförderung und Prävention beim VJPS. Als Fachmitarbeiterin mit Schwerpunkt Substanzmittelsucht setzt sie sich dafür ein, die Schaffhauser Bevölkerung aufzuklären und zu sensibilisieren. Besonders am Herzen liegen ihr Kinder und Jugendliche, sowie deren Eltern – denn Information und Prävention sind der Schlüssel zu einer gesunden Zukunft.

Der August markiert für viele Jugendliche einen bedeutenden Meilenstein: Mit dem Start der Lehre beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Neue Arbeitskolleginnen und -kollegen, mehr Verantwortung, ein eigener Lohn und der Wunsch, im Berufsalltag anzukommen; all das macht diese Zeit spannend, aber auch herausfordernd.

Gerade solche Übergangsphasen sind prägend. Jugendliche orientieren sich an ihrem neuen Umfeld, möchten dazugehören und probieren häufig Neues aus. Dazu gehören bei manchen leider auch Nikotinprodukte wie Vapes, Snus oder Zigaretten. Oft steht dabei nicht der Nikotinkonsum selbst im Vordergrund, sondern Neugier, Gruppendynamik oder das Bedürfnis, dazuzugehören. 

Lehrbetriebe machen den Unterschied

Berufsbildnerinnen und Berufsbildner begleiten Lernende nicht nur fachlich, sondern oft auch persönlich. Sie sind wichtige Bezugspersonen und können mit einer offenen Haltung, ehrlichem Interesse und einem gesundheitsfördernden Arbeitsumfeld viel bewirken. Prävention beginnt dabei nicht erst, wenn Probleme entstehen. Sie beginnt bereits mit einer Betriebskultur, die Gesundheit fördert und jungen Menschen Orientierung gibt. Dazu gehören beispielsweise eine Vertrauensperson, die einen ernst nimmt, aber auch klare Regeln, sowie eine offene und transparente Kommunikation.

Gesundheit von Anfang an mitdenken

Der Lehrbeginn bietet eine ideale Gelegenheit, das Thema Nikotin frühzeitig und ohne erhobenen Zeigefinger anzusprechen. Zeigen Sie Interesse, schaffen Sie Raum für Fragen und machen Sie deutlich, dass Gesundheit im Betrieb einen hohen Stellenwert hat. Oft sind es genau diese Gespräche, die Jugendlichen helfen, selbstbewusste und gesunde Entscheidungen zu treffen.

Mit dem Projekt «zackstark – nikotinfrei durch die Lehre» erhalten Lehrbetriebe eine einfache Möglichkeit, ihre Lernenden auf diesem Weg zu begleiten. Die Jugendlichen entscheiden sich freiwillig für eine nikotinfreie Lehrzeit und werden dabei motiviert und unterstützt. Gleichzeitig setzen die Betriebe ein sichtbares Zeichen für Gesundheitsförderung und investieren in das Wohlbefinden ihrer zukünftigen Fachkräfte.

Und wussten Sie schon….?

Studien belegen, dass wer bis zum 20. Lebensjahr nicht raucht, ein signifikant geringeres Risiko hat, im Verlauf des Lebens damit anzufangen. Ein gelungener Lehrstart legt den Grundstein für die berufliche Zukunft und kann gleichzeitig der Beginn eines gesunden Lebensstils sein.

Sind Sie in einem Betrieb, der Lernende beschäftigt? Melden Sie sich unter www.zackstark.ch/ an.

Schaffhausen24, Originalmeldung VJPS, Ivana Markov
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