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Schweiz
28.07.2026

Schweizer bei der Arbeit: Lange Hosen trotz Rekordhitze

Keine Kompromisse: Stilvoll und bequem in langen Hosen und Turnschuhen.
Keine Kompromisse: Stilvoll und bequem in langen Hosen und Turnschuhen. Bild: Pixabay
Europa ächzt unter der Sommerhitze, doch im Büro gelten eigene Regeln: Während deutsche Angestellte im Sommer gerne zu kurzen Hosen und T-Shirts greifen, zeigen sich Männer in der Schweiz deutlich zurückhaltender. Trotz Rekordtemperaturen setzen sie weiterhin auf lange Hosen und geschlossene Schuhe. Dies zeigt eine neue, repräsentative Umfrage des Marktforschers YouGov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus.

Für die Studie wurden 2616 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich zu ihren Sehgewohnheiten und Regeln am Arbeitsplatz befrag†. Das Ergebnis zeigt klare Unterschiede zwischen den Ländern sowie eine erstaunliche Konservativität in der Schweiz.

Männermode im Sommer: Deutsche locker, Schweizer bedeckt

Obwohl Dresscodes heutzutage weitgehend aus den Büros verschwunden sind – knapp die Hälfte aller Beschäftigten in Europa gibt an, bei der Kleiderwahl freie Hand zu haben –, schöpfen Schweizer Männer diesen Spielraum kaum aus.

In der Schweiz tragen 60 Prozent der Männer auch an heissen Tagen lange Hosen und 56 Prozent setzen auf geschlossene Schuhe. Damit liegen sie gleichauf mit den Italienern, bei denen kurze Hosen am Arbeitsplatz mit nur 16 Prozent Zustimmung weitgehend verpönt sind. Ganz anders präsentiert sich Deutschland, wo sich die Männer deutlich entspannter zeigen und die Hitliste bei T-Shirts mit 69 Prozent sowie kurzen Hosen mit 38 Prozent anführen. Die Franzosen lassen die Hitze wiederum lieber an die Füsse, da dort nur 37 Prozent bei der Arbeit geschlossenes Schuhwerk tragen.

Bei den Frauen zeigt sich europaweit ein weitgehend homogenes Bild, da T-Shirts und lange Hosen den Arbeitsalltag fast überall dominieren. Einzig deutsche Frauen fallen auf, indem sie offene Sandalen meiden und zu über der Hälfte selbst im Hochsommer auf geschlossene Schuhe setzen.

Schweiz erweist sich als strenger Dresscode-Wächter

Wenn es um unpassende Kleidung geht, zeigt sich die Bevölkerung in der Schweiz von ihrer strengen Seite. In beinahe allen Kategorien verzeichnet die Eidgenossenschaft die höchste Ablehnungsquote gegenüber legeren Outfits.

Im Falle von direktem Kundenkontakt finden 73 Prozent der Befragten in der Schweiz sichtbare Bauchnabel unpassend, während sich in Italien nur knapp ein Drittel daran stört. Auch Jogginghosen sind in der Schweiz bei Kundenkontakt für 61 Prozent der Befragten ein absolutes No-Go, was den höchsten Negativwert im Ländervergleich darstellt. Bei Tanktops zeigt sich ein ähnliches Bild: Während Trägershirts in Frankreich selbst bei Kundenkontakt weitgehend akzeptiert sind und nur 20 Prozent Ablehnung erfahren, stört sich in den restlichen Ländern rund die Hälfte der Befragten daran.

Kleidung bleibt selten Thema für Kritik

Trotz der klaren Meinungen führen Outfits am Arbeitsplatz nur selten zu Diskussionen. Rund 70 Prozent der Beschäftigten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich haben Kolleginnen und Kollegen noch nie auf ihre Kleidung angesprochen.

Wenn Feedback gegeben wird, fällt es meist positiv aus, wobei vor allem in Frankreich und Österreich häufig Komplimente verteilt werden. Eine Ausnahme bildet Italien, wo im Land der High Fashion Kleidung am Arbeitsplatz am häufigsten kommentiert wird und zwar sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Schaffhausen24
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