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28.07.2026

Medaillenregen für den Leichtathletikclub Schaffhausen

Steeple-Spezialistin Malin Rahm (l.) gewann in der Frauenkategorie ihre erste Medaille.
Steeple-Spezialistin Malin Rahm (l.) gewann in der Frauenkategorie ihre erste Medaille. Bild: Ernst A. Müller
Die Schweizermeisterschaft im ehrwürdigen Letzigrund wurde für den Leichtathletikclub Schaffhausen zum Erfolgsgaranten: Malin Rahm, Nadja Lüthi und Routinier Roman Sieber sicherte dem Verein gleich drei Podestplätze. Auch abseits der Medaillen überzeugte das Schaffhauser Team mit starken Finalplatzierungen und persönlichen Bestleistungen.

Im 5000-Meter-Rennen der Frauen bewies Malin Rahm exzellentes Stehvermögen. In einem taktisch klug eingeteilten Lauf setzte sich die Steeple-Spezialistin im Endspurt gegen die teils höher gehandelte Konkurrenz durch. Mit einer Zeit von 16:47,93 Minuten schrammte sie nur knapp an ihrem eigenen Kantonalrekord vorbei und belohnte sich mit der Bronzemedaille – ihrem ersten Elite-Edelmetall auf nationaler Ebene. «Ich war froh, dass das Tempo nicht ständig zu hoch war und ich mich zwischendurch erholen konnte», blickte Malin Rahm auf das kräftezehrende Rennen zurück. Ihre Vereinskollegin Liv Egli hatte hingegen stark mit der Sommerhitze zu kämpfen und wurde nach dem Zieldurchlauf von Rahm fürsorglich mit kühlendem Wasser versorgt.

Silberne Jubiläums-Medaille für Roman Sieber

Spannung pur bot der Dreisprung der Männer. Nach zwei Nullern schüttelte Roman Sieber zunächst enttäuscht den Kopf. Dank der Ratschläge von Bruder Simon und Trainer Peter Knoepfli fand er im dritten Versuch jedoch genau das richtige Mass: Mit der Saisonbestweite von 14,53 Metern sprang er direkt auf den Silberrang. Es war die insgesamt 39. Einzel-Medaille seiner Karriere bei Schweizermeisterschaften. Der Sieg ging an Favorit Sandro Graf aus Altstätten (15,61 m), dem Sieber als erster Gratulant sportlich zur Glanzleistung gratulierte.

Roman Sieber im Zebra-Dress (l.) gewann seine 39. Einzel-Medaille an einer Schweizermeisterschaft. Bild: Ernst A. Müller

Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Nachwuchstalent Nadja Lüthi im Hochsprung. Die Marthalerin bewies ihre besondere Wettkampfstärke – ein gutes Omen für die anstehende U20-Weltmeisterschaft in Eugene (USA). Bereits auf der Anfangshöhe musste sie zwar einen Fehlversuch wieder gutmachen, doch bei der Medaillenentscheidung über 1,79 Meter gelang ihr der zweite Versuch unter dem Applaus des Publikums. Hinter den Favoritinnen Marithé Engondo und Céline Weber sicherte sie sich damit bereits ihre zweite Medaille in der Frauenkategorie.

Nadja Lüthi ist mit ihrem Bronzesprung über 1,79 Meter für die Weltmeisterschaft U20 gut gerüstet. Bild: Ernst A. Müller

Überzeugende Leistungen im gesamten Team

Auch abseits des Podests bot der Leichtathletikclub Schaffhausen starke Vorstellungen im Feld der Elite. Im 5000-Meter-Rennen der Männer kontrollierte Tim Hübscher das Geschehen clever aus dem hinteren Teil der Spitzengruppe, um dem Gerangel mit den Gegnern auszuweichen. Im Endspurt legte er noch zu und verpasste als Vierter einen Podestplatz hinter Serienmeister Jonas Raess nur denkbar knapp um einen Rang. «Damit bin ich sehr zufrieden», kommentierte der Schweizer Steeple-Meister seine Leistung.

Die Medizinstudentin Lisa Hohermuth unterstrich ihre Vielseitigkeit, belegte im Weitsprung mit 6,00 Metern den siebten Rang und sicherte sich über die Hürden in 14,27 Sekunden den Halbfinaleinzug. Amaja Rahm nutzte den 1500-Meter-Vorlauf als gelungene Generalprobe für die U20-Weltmeisterschaft und lief in 4:25,51 Minuten eine persönliche Bestleistung. Im anderen Vorlauf ging Aussenseiterin Constantina Künzle munter an die Spitze, da ihr das Tempo zu langsam wurde, und strahlte am Schluss über den siebten Rang ihres Vorlaufs.

800-Meter-Läufer Yuriy Rahm erreichte trotz verletzungsbedingtem Trainingsrückstand im Winter souverän den Final und belegte den achtenswerten achten Rang. Nicolas Bachmann steigerte über dieselbe Distanz seine persönliche Bestleistung auf vielversprechende 1:52,11 Minuten, verpasste den Final im schnellsten der Vorläufe jedoch knapp. Nicht am Start war Lydia Boll, die wegen Achillesproblemen schweren Herzens verzichten musste.

Schaffhausen24
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