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Schwimmen
20.07.2026

Medaillenregen und Finalfurioso: Schaffhauser Schwimmtalente glänzen in Basel

Die zehn Nachwuchstalente des Schwimmclubs Schaffhausen vertraten ihren Verein im Gartenbad St. Jakob in Basel hervorragend.
Die zehn Nachwuchstalente des Schwimmclubs Schaffhausen vertraten ihren Verein im Gartenbad St. Jakob in Basel hervorragend. Bild: Titus Fleck
Was für ein Saisonabschluss für den Schwimmclub Schaffhausen: Bei den diesjährigen Nachwuchs-Schweizermeisterschaften in Basel zeigten sich die zehn angereisten Talente von ihrer besten Seite. Mit zwei Medaillen, stolzen 18 Finalplatzierungen und starken Staffelauftritten im Gepäck kehrte das Team extrem erfolgreich in die Munotstadt zurück.

Vom 16. bis 19. Juli verwandelte sich das Basler Gartenbad St. Jakob in das Epizentrum des Schweizer Schwimmnachwuchses. Insgesamt 474 Athletinnen und Athleten aus 60 Vereinen kämpften um die begehrten nationalen Titel. Allein die Qualifikation für diese Meisterschaften ist eine hohe Hürde, da extrem anspruchsvolle Zeitlimiten geknackt werden müssen.

Dass der Schwimmclub Schaffhausen gleich zehn Aktive an den Start schicken konnte, unterstreicht das hohe Niveau des Vereins. Auch von den Wetterkapriolen liessen sich die Schaffhauser nicht aus dem Konzept bringen: Als am Donnerstag ein heftiges Gewitter für einen vorzeitigen Abbruch sorgte, mussten die Rennen an den Folgetagen nachgeholt werden. Ein echtes Mammutprogramm, das den Jugendlichen physisch und mental alles abverlangte.

Lenn Fleck schnappt sich Silber, Bronze für Valentina D’Addario

Für das absolute Highlight aus Schaffhauser Sicht sorgte Lenn Fleck. In einem packenden Rennen über 200 Meter Rücken wuchs er über sich hinaus und sicherte sich die Silbermedaille. Das Podium über 100 Meter Freistil verpasste er als Vierter nur hauchdünn. Mit weiteren Top-8-Platzierungen über 100 Meter Rücken auf Platz sechs sowie 400 und 800 Meter Freistil auf jeweils Platz acht war er der fleissigste Punktesammler des Teams.

Lenn Fleck wuchs in einem packenden Rennen über 200 Meter Rücken wuchs über sich hinaus und sicherte sich die Silbermedaille. Bild: Titus Fleck

Nicht weniger beeindruckend war der Auftritt von Valentina D’Addario. Sie bewies auf der kräftezehrenden 200-Meter-Schmetterling-Distanz echten Kampfgeist und belohnte sich mit der Bronzemedaille. Auch im Sprint über 100 Meter Schmetterling erreichte sie das Finale und belegte dort den starken siebten Rang.

Ein starkes Kollektiv in den Einzelläufen und Staffeln

Hinter den beiden Medaillengewinnern zeigte das gesamte Schaffhauser Team eine geschlossene Mannschaftsleistung. Sieben der zehn gestarteten Schaffhauser Athleten schafften den Sprung unter die besten Acht der Schweiz. Til Saladin überzeugte mit Platz fünf über 400 Meter Lagen und Platz sieben über 200 Meter Lagen. Lena Mastrodomenico sicherte sich Rang fünf über 200 Meter Lagen sowie Rang sieben über 100 Meter Brust. Als echter Allrounder erwies sich Ben Wanner, der über 1500 Meter und 400 Meter Freistil jeweils den sechsten Rang belegte, Siebter über 200 Meter Freistil wurde und Platz acht über 400 Meter Lagen erreichte. Henryk Imschweiler erschwamm sich Platz acht über 100 Meter und 400 Meter Freistil, während Shay Ben-Attia das tolle Einzelergebnis mit Rang acht über 100 Meter Rücken komplettierte.

Auch in den Teambewerben lief es rund. Die Herren-Staffeln schrammten über 4 × 100 Meter und 4 × 200 Meter Freistil jeweils nur knapp am Podest vorbei und landeten auf dem hervorragenden fünften Platz. Das Damen-Quartett mit Lena Mastrodomenico, Liz Trachsel, Valentina D’Addario und Sira Gisler trotzte dem extrem verdichteten Zeitplan und erkämpfte sich solide Platzierungen im Mittelfeld der nationalen Konkurrenz mit den Rängen zwölf, fünfzehn und sechzehn. Abgerundet wurde das Resultat durch Liz Trachsel, die mit mehreren persönlichen Bestzeiten glänzte, sowie Yanis Sägesser und Sira Gisler, die bei ihrer Premiere auf nationaler Bühne wichtige Erfahrungen sammelten.

Trainer Sitko zieht stolze Bilanz

«Ich bin sehr zufrieden. Von unseren zehn Schwimmerinnen und Schwimmern haben sich sieben für Finals oder Endläufe qualifiziert und damit einen Platz unter den besten acht ihres Jahrgangs erreicht. Das ist ein schöner Beweis für die kontinuierliche Entwicklung unseres Teams.», sagte Trainer Balint Sitko.

Mit diesem grandiosen Ausrufezeichen in Basel verabschiedet sich der Schwimmclub Schaffhausen in die wohlverdiente Sommerpause. Die Resultate zeigen deutlich: Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte, und die Schaffhauser Talente müssen sich vor der nationalen Konkurrenz keineswegs verstecken.

Schaffhausen24, Jan Sigg
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