Regierungsrat verabschiedet Gefährdungs- und Risikoanalyse
Die Analyse wurde durch das Amt für Bevölkerungsschutz und Armee (B+A) in den Jahren 2025 und 2026 aktualisiert. In die Arbeiten einbezogen waren die Kantonale Führungsorganisation (KFO), Fachpersonen aus Kanton, Gemeinden und weiteren Organisationen sowie eine externe Fachbegleitung. Grundlage bildete die aktuelle Methodik des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS).
Insgesamt wurden 19 Gefährdungen als relevant beurteilt. Sie betreffen Naturereignisse, technische Gefahren sowie gesellschaftliche Entwicklungen. Gegenüber 2014 hat sich die Risikolandschaft deutlich verändert: Klimabedingte Ereignisse, Cyberrisiken, gesundheitliche Krisen, Abhängigkeiten von kritischen Infrastrukturen sowie geopolitische Entwicklungen haben an Bedeutung gewonnen.
Als grösste Risiken für den Kanton Schaffhausen werden Epidemie/Pandemie, Cyberangriff, Hitzewelle/Trockenheit/Waldbrand, Erdbeben und bewaffneter Konflikt ausgewiesen. Zusätzlich gilt der Ausfall oder Engpass der medizinischen Versorgung als systemrelevante Gefährdung.
Die Analyse zeigt, dass der Bevölkerungsschutz künftig noch stärker auf langandauernde Lagen, Kaskadeneffekte, Versorgungsengpässe und die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen ausgerichtet werden muss. Der Regierungsrat hat deshalb das B+A und die KFO beauftragt, die systemrelevanten Gefährdungen prioritär zu vertiefen und die Vorsorge- und Massnahmenplanung weiterzuführen.