Elektrifizierung der vbsh schreitet weiter voran
Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen (vbsh) machen das Regionalbuszentrum am Bahnhof Schaffhausen derzeit fit für die Elektromobilität. Die Rohre für die Ladeinfrastruktur sind verlegt, die Betonplatten wurden bereits wieder gegossen und die erhöhten Bordsteinkanten für den barrierefreien Einstieg sind eingebaut.
Im Zuge der Bauarbeiten stiess die Kantonsarchäologie auf Überreste der historischen Stadtmauer sowie auf einen mittelalterlichen Wachturm. Die Funde werden dokumentiert; das Bauprojekt wird dadurch nicht verzögert.
Bis Herbst soll die erste Bauphase abgeschlossen sein. Danach werden die Haltekanten wieder von der bisherigen Kante E zurück ins Regionalbuszentrum verlegt. Insgesamt dauern die Bauarbeiten voraussichtlich bis Mitte 2027. Nach Abschluss stehen im Regionalbuszentrum sieben Schnellladepunkte zur Verfügung.
Erste elektrische Regionalbusse rollen erfolgreich
Seit dem 18. Mai sind die ersten beiden Mercedes-Benz eCitrao im regulären Linienbetrieb im Einsatz. Die Schulungen des Fahrpersonals verliefen planmässig und wurden Ende Juni abgeschlossen.
Die Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieb dieser beiden Vorserienfahrzeuge fliessen bis Ende Juli in die Planung des weiteren Rollouts ein. Von September bis November 2027 werden die weiteren elf eCitaro-Solobusse geliefert. Damit wird die erste Bestelltranche vollständig in Betrieb sein. Bis Ende 2027 werden damit bereits über 50 Prozent der Regionalbusflotte elektrifiziert sein.
Ergänzt wird die Elektrifizierung des Regionalverkehrs durch zwei E-Minibusse der Firma Tremonia AG aus Dortmund. Diese sollen auf den Linien 22 und 23 (abends) sowie 28 die bisherigen Diesel-Minibusse ablösen. Die Inbetriebnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember vorgesehen.
Geplante Garantiearbeiten an den Bussen der ersten Irizar-Generation
Parallel zur Einführung der Elektrobusse im Regionalverkehr laufen seit Juni geplante Garantiearbeiten an der ersten Generation der Irizar-Stadtbusse. Von den 15 Fahrzeugen – acht Standardbusse und sieben Gelenkbusse des Typs ieTram – werden schrittweise alle einzeln zum Hersteller Irizar nach Spanien transportiert.
Die geplanten Arbeiten erfolgen vollumfänglich im Rahmen der Gewährleistung. Für die vbsh entstehen weder für die technischen Eingriffe noch für die Transporte Kosten.
Die Massnahmen umfassen unter anderem den Ersatz des Bodenbelags, die Erneuerung von Hochvoltkabeln auf dem Dach sowie Software-Updates verschiedener Fahrzeugsysteme. Zudem werden Anpassungen an der Druckluftanlage vorgenommen und der Unterboden geschützt. Fahrzeugspezifische Einzelbefunde werden ebenfalls im Zuge der Garantiearbeiten behoben.
Die Entscheidung, die Arbeiten beim Hersteller in Spanien durchzuführen, wurde von Irizar nach einem Vergleich mit Schweizer Angeboten als wirtschaftlichste Lösung beurteilt. Der gesamte Prozess soll bis spätestens Ende 2028 abgeschlossen sein. Da die Fahrzeuge einzeln und gestaffelt abgezogen werden, ist der laufende Betrieb zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Für die Fahrgäste sind keine Einschränkungen spürbar.
Vollständige Elektrifizierung der Stadtbusflotte in Reichweite
Im Stadtbusverkehr sind heute 28 der künftig 44 Elektrobusse im Einsatz. Diese 28 Irizar-ieTram-Busse haben seit ihrer Inbetriebnahme bereits über fünf Millionen Kilometer zurückgelegt und sich im Betrieb bewährt.
In einem nächsten Schritt werden Anfang 2027 acht weitere Irizar-ieTram-Gelenkbusse ausgeliefert. Anschliessend folgen 2027 und 2028 fünf Gelenkbusse und drei Standardbusse des Typs Mercedes-Benz eCitaro sowohl für den Stadt- als auch für den Regionalbusverkehr. Die Fahrzeuge werden gestaffelt in Betrieb genommen.
Parallel dazu werden in der Einstellhalle Ebnatring die letzten Übernacht-Ladepunkte installiert. Mit der vollständigen Auslieferung aller bestellten Fahrzeuge werden spätestens 2028 sämtliche 44 Stadtbusse elektrisch fahren.