Bock-Splitter: Richard Altorfer
Kari, baff: «Switzerland – Great since 1291». Chapeau, Monsieur Parmelin!
In einer Spezialsendung im Deutschen Fernsehen wird über die extreme Juni-Hitzewelle berichtet, über belastete Senioren und darüber, was zu deren Schutz zu tun sei: Weniger Asphalt, Bäume pflanzen, e-Auto kaufen – das Übliche halt. Die Sendung bringt es fertig, 20 Minuten lang nicht ein einziges Mal das Wort «Air condition» zu nennen. Wie ist das eigentlich im Winter? Gegen Kälte hilft – ganz einfach – heizen. Und gegen sommerliche Hitze? Die Einsicht, dass, wenn’s dereinst im Sommer bald so viele Tage heiss ist wie im Winter kalt, Kühlen mit Kühlgeräten so normal werden könnte wie Wärmen mit Heizungen – für ideologisch Verwirrte offenbar nur schwer zu gewinnen.
Wenn Sie nicht mehr sein wollen, was Sie sind, zum Beispiel Mann oder Frau oder irgendwas dazwischen, dann lassen Sie sich «lesen». So heisst das heute. Sie sind kein Mops, fühlen sich aber – wie Loriot selig seinerzeit – zu Möpsen hingezogen und möchten am liebsten selber einer sein, dann lassen Sie sich eben als Mops «lesen». Das geht problemlos, weil Ihrer «Lesart» zu widersprechen diskriminierend wäre. Wenn Sie als Mann (mit Schnippel, logo) unter lauter nackte Frauen geraten (wollen), zum Beispiel im FKK-Frauenbad, dann lassen Sie sich eben als Frau «lesen» – ein vorgängiger Eintrag im Zivilstandsamt genügt. Keiner wird wagen, Ihnen Ihr Recht auf Ihr «Gelesenwerdenwollen» abzusprechen. Vorschlag: Lassen Sie sich als (notfalls «verkanntes») Genie «lesen», die Dummen werden höflich dazu nicken.
Therese, so jung wie hübsch und so klug wie freizügig: Sie wohne jetzt in … ach, egal … und dort sei’s inzwischen so, dass die Männer ihr nicht mehr wie früher hinterherpfiffen, sondern (politisch korrekt) zuerst fragten, ob sie eine Frau sei.
Eine Studie aus Schweden zeigt, dass Personen mit dem Alzheimer-Risiko-Gen APOE4 schneller oder langsamer Alzheimer-Symptome entwickeln, je nachdem, ob sie Fleisch essen oder nicht. Man wagt’s ja kaum zu sagen: Jene, die am meisten Fleisch assen, wurden später dement als die (Fast-)Vegetarier. Zugegeben, und das tut einem leid: Schlechte News nicht nur für Vegetarier, sondern auch für Rind, Huhn, Schwein & Co.
Wenn Sie beim Abwaschen oder beim Ein- oder Ausräumen des Geschirrspülers öfters mal etwas falsch machen oder fallen lassen und so Scherben produzieren, dann ist das entweder ein Zeichen von Trotteligkeit oder aber die clevere Vortäuschung von Unfähigkeit. Für Leute, die zwar faul, aber clever sind, zur Info: Der (alte) Trick hat einen modernen Namen: «strategische Inkompetenz».
Man spreche besser nicht über Sex im Alter, meint die frivole Gisela; man spiele auch nicht Mikado mit verkochten Spaghetti.
Der Flachwitz am Ende. Sie: «Mit der neuen Brille siehst du richtig scheisse aus!» Er, erstaunt: «Ich habe gar keine neue Brille.» Sie: «Ja, ich weiss. Aber ich!»