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09.06.2026
10.06.2026 10:02 Uhr

Mittlerweile verdaut

David Graubner.
David Graubner. Bild: profifoto.ch / Michael Kessler
Kadetten-Geschäftsführer David Graubner blickt auf die vergangene Saison zurück.

Für den 16. Meistertitel hat es nicht gereicht. Was löst das in dir aus?
David Graubner: Ernüchterung und Enttäuschung im ersten Moment und in den Tagen danach. Mittlerweile habe ich es verdaut und schaue etwas differenzierter auf die Saison zurück: die Qualifikationsrunde war mit 25 Siegen aus 27 Spielen sehr konstant. In den Playoffs zeigte unsere Formkurve jedoch nach unten. Auch in den Viertel- und Halbfinals spielten wir nicht überzeugend und konnten dies in der Finalserie nicht korrigieren.

In der Playoff-Finalserie schien es zu Beginn, dass die Kadetten auf demselben Niveau wie der Gegner spielen. Nach der Halbzeit wendete sich stets das Blatt. Hatte Kriens einfach den längeren Atem? 
Graubner: Kriens hat eine starke Startaufstellung, dahinter aber nicht so viel Breite wie wir. Ich hätte eigentlich gedacht, dass wir über die Dauer der Spiele und der Serie Vorteile haben sollten. Kriens konnte ihr Tempo über alle drei Spiele hochhalten und durchziehen. Wir hingegen wurden fehlerhaft und nachlässig.

Vergangenes Jahr meintest du, dass zu Beginn der Saison die Mannschaft als beste der Geschichte der Kadetten schien, sich dann das Blatt aber gewendet hat. Wie sah es mit der Mannschaft der gerade beendeten Saison aus?
Graubner: Unser Team war gut aufgestellt und breit abgestützt. Wir hatten auf jeder Position verschiedene Stärken zur Verfügung, zudem kaum Verletzungen. Ob dies nun besser oder schlechter war als in vergangenen Saisons, ist im Nachhinein müssig zu sagen.

Was für Lehren zieht ihr aus der Saison 2025/26?
Graubner: Jede Saison ist anders. Nächste Saison steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie mit neuen Ideen. Die Ziele und die Prioritäten bleiben dieselben. Wir wollen den Meistertitel zurück nach Schaffhausen holen. Aber aus der diesjährigen Saison auf die nächste zu schliessen, ist schwierig.

Worauf lenkt ihr nun den Fokus besonders? 
Graubner: Die Spieler sollen jetzt mal ein paar Tage abschalten, sich erholen und das Erlebte verarbeiten. Und irgendwann während der Sommerpause den Fokus wieder nach vorne richten, sich körperlich gut vorbereiten, um dann motiviert und hungrig in die Saisonvorbereitung zu starten. Wir von der Vereinsführung werden in der Zwischenzeit alles vorbereiten, damit einer erfolgreichen nächsten Saison nichts im Wege steht.

Was kannst du zu den Zu- und Abgängen eurer Spieler sagen?
Graubner: Auf der Torhüterposition verlässt uns Moreno Car und Mathieu ­Seravalli, Schweizer Nationaltorwart, stösst zu uns. Am linken Flügel beendet Marvin Lier seine Karriere, dafür kommt mit Nikos Sarlos ein junger Schweizer Skorer zu uns. Auf Rückraum Mitte verlässt uns Juan Castro ­Alvarez, dafür stösst der dänische Spielmacher Frederik Tilsted zu uns. Und die grösste Veränderung bringt der Trainerwechsel von Hrvoje Horvat zum Norweger Jonas Wille.

Sandro Zoller, Schaffhausen24
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