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Gesellschaft
03.06.2026

«Best Agers plus» in Schaffhausen in der Mehrheit

Mit 59 Prozent machen die 20- bis 64-Jährigen die grösste Altersgruppe im Kanton Schaffhausen aus, gefolgt von den 0- bis 19-Jährigen.
Mit 59 Prozent machen die 20- bis 64-Jährigen die grösste Altersgruppe im Kanton Schaffhausen aus, gefolgt von den 0- bis 19-Jährigen. Bild: zVg.
Der 57-jährige Ökonom und Publizist Dr. Carsten Priebe aus Rafz ordnet die Bevölkerung nach Generationen und deren prägenden Merkmalen ein.

Bevölkerungsforscher unterscheiden Altersgruppen nach bestimmten prägenden Merkmalen. Wer heute über 80 Jahre alt ist, gehört zur sogenannten Silent Generation, also der schweigenden Generation. Zu ihren Merkmalen gehören Disziplin, Loyalität, Anpassungsfähigkeit und Respekt vor Autoritäten. Mit über 6100 Personen prägt diese Generation das konservative gesellschaftliche Milieu im Kanton Schaffhausen. Die jüngeren Baby Boomer wurden zwischen 1946 und 1964 geboren. Sie sehen ihre Arbeit oft als zentralen Lebensinhalt. Materialistischer Erfolg, Optimismus und Loyalität zum Arbeitgeber sind einige Eigenschaften, die man dieser Generation zuschreibt. Im Kanton Schaffhausen machen sie fast 16 Prozent der Bevölkerung aus. In den kommenden Jahren wird ein grosser Teil dieser Gruppe in Rente gehen, darunter viele Führungskräfte.

In zehn Jahren ist fast jede dritte Person im Schaffhauserland über 65 Jahre alt

Wer heute zwischen 45 Jahren und 60 Jahren alt ist, gehört zur Generation X. Im Kanton Schaffhausen bildet sie aktuell das Rückgrat der Erwerbsbevölkerung. Die Generation X versucht Beruf, Kindererziehung und Pflege der Eltern irgendwie zu verbinden. Wenn sie schon in wenigen Jahren in Pension gehen werden, verschärft sich der Fachkräftemangel in Handwerk, Verwaltung und Industrie. Dann wird die Rolle der sogenannten Millennials in der Wirtschaft noch wichtiger. Die Millennials oder Generation Y wurden zwischen 1981 und 1996 geboren. Sie treiben Digitalisierung und Veränderungen in Unternehmen voran. Im Gegenzug fordern sie flexible Arbeitsmodelle inklusive Homeoffice. Bis etwa zum Jahr 2060 werden sie einen wichtigen Teil der Erwerbsbevölkerung stellen. Die Generation Z, also die zwischen 1997 und 2012 Geborenen, ist zahlenmässig schwächer. Digitale Medien und Geräte sind für sie selbstverständlich. Sie gelten als pragmatisch und zeigen ein starkes Gerechtigkeits- und Nachhaltigkeitsbewusstsein. Sie haben hohe Erwartungen an Arbeitgeber in Bezug auf Sinnstiftung, Diversität und Flexibilität.

Weniger Arbeitnehmer ab 2030

Die kleine Gruppe der Generation Alpha ab 2013 wuchs so stark mit digitaler Technologie auf, dass sie als «iPad-Kids» bezeichnet werden. Diese Gruppe ist sehr heterogen und stellt Bildungseinrichtungen und Arbeitgeber vor völlig neue Herausforderungen. Seit dem Jahr 2025 gibt es die Generation Beta. Sollten die aktuellen globalen Konflikte nicht bald gelöst werden, dürfte diese Generation von den Auswirkungen dieser Krisen nachhaltig geprägt werden.

Schaffhausen24, Carsten Priebe
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