Kadetten verpassen Titelverteidigung – Kriens-Luzern ist erstmals Meister
Im dritten Finalspiel standen die Kadetten bereits mit dem Rücken zur Wand. Gegen Kriens-Luzern galt es, den ersten Matchball der Innerschweizer abzuwehren und die Finalserie am Leben zu halten.
Vor 2578 Zuschauern in der BBC Arena sorgten die mitgereisten Fans aus der Innerschweiz von Beginn an für eine beeindruckende Atmosphäre. So laut war es in der Schaffhauser Heimstätte schon lange nicht mehr.
Auch auf dem Spielfeld ging es von der ersten Minute an Schlag auf Schlag. Beide Mannschaften suchten konsequent den Weg zum Tor, sodass nach nur sechs Minuten bereits zehn Treffer gefallen waren und die Anzeigetafel ein 5:5 zeigte. Auf nahezu jeden Treffer folgte umgehend die Antwort des Gegners.
In der 16. Minute gerieten die Schaffhauser in Unterzahl und mussten in dieser Phase einen Rückschlag hinnehmen. Kriens-Luzern nutzte die Überzahl konsequent aus und zog auf 13:16 davon. Auch in den folgenden Minuten gelang es den Kadetten nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen, sodass die Gäste ihren Drei-Tore-Vorsprung bis in die 23. Minute verteidigten.
Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit fanden die Schaffhauser wieder besser ins Spiel. Mit einer engagierten Leistung kämpften sie sich Tor um Tor heran. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Torhüter Moreno Car, der ins verwaiste gegnerische Tor traf und den Rückstand auf 20:21 verkürzte. Damit hielten die Kadetten die Partie zur Halbzeit offen.
Kurz nach Wiederanpfiff gelang Luka Maros der Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Trafen die Krienser, fanden die Kadetten meist umgehend die passende Antwort. Nach einer spektakulären Parade von Moreno Car gingen die Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit sogar erstmals mit zwei Toren in Führung.
Doch Kriens-Luzern liess sich nicht abschütteln. In der 45. Minute glichen die Gäste zum 26:26 aus und übernahmen in der Schlussphase zunehmend die Kontrolle. Nach mehreren Eigenfehlern der Kadetten erspielten sich die Innerschweizer bis zur 57. Minute einen Drei-Tore-Vorsprung.
Als dann auch noch der sonst so sichere Odinn Rikhardsson einen Siebenmeter vergab, kippte die Partie endgültig zugunsten der Gäste. Kriens-Luzern nutzte die Unsicherheit der Schaffhauser konsequent aus und baute den Vorsprung innerhalb weniger Minuten auf fünf Tore aus. Den Kadetten ging in der Schlussphase die Luft aus, während die Innerschweizer ihre Chancen eiskalt verwerteten.
Bei den Kadetten überzeugte insbesondere Luka Maros, der mit insgesamt 14 Treffern einmal mehr seine Qualitäten als Torjäger unter Beweis stellte.
Mit dem 33:39-Auswärtssieg entschieden die Krienser die Finalserie für sich und sicherten sich erstmals in der Vereinsgeschichte den Schweizer Meistertitel. Für die Kadetten platzte damit der Traum von der Titelverteidigung.