Ein Meilenstein für die vbsh
Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen (vbsh) feierten vergangenes Wochenende ihr 125-jähriges Jubiläum. Für viele begann die Reise am Bahnhof Schaffhausen, von wo aus die Gäste mit einem Shuttlebus zu den Feierlichkeiten gefahren wurden. Bereits dort war die Vorfreude spürbar, da sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher versammelten und auf die nächsten Programmpunkte warteten. Besonders war der Einsatz eines Busses, der Erinnerungen an frühere Zeiten des öffentlichen Verkehrs weckte.
Auch bei der Feier selbst war damit noch nicht Schluss. Auf dem Gelände konnten die Besucherinnen und Besucher eine Zeitreise durch die Geschichte des öffentlichen Verkehrs erleben. Zu sehen waren alle Arten von Transportmitteln, von einem historischen Tram, welches bis zu den Anfängen der vbsh zurückreicht, bis zu den neueren Bussen, die heute in Schaffhausen im Einsatz sind.
Immer wieder blieb das Publikum stehen, um die Fahrzeuge genauer anzuschauen oder sich über Unterschiede zwischen damals und heute zu informieren. Patrick Altenburger, der Geschäftsführer der vbsh, teilte dazu mit: «Wir möchten die Freude über die lange Geschichte des Personentransports im öffentlichen Verkehr auf der Strasse teilen. Das feiert man nur einmal alle 125 Jahre. Darum freuen wir uns, dass zahlreiche Leute gekommen sind und mit uns feiern.»
Die Geschichte der vbsh begann im Jahr 1901 und hat seitdem einen starken Wandel im Personentransport erlebt. Viele kennen heute vor allem die Busse, mit denen täglich gefahren wird und die zur vbsh gehören. Diese zeigen jedoch nicht den Beginn dieser Entwicklung. Angefangen hatte alles nicht mit einem Bus, sondern mit einer Strassenbahn, welche die Strecke von Schaffhausen nach Neuhausen und bis zur Breite befuhr.
Damals galt die elektrische Strassenbahn als modernes Verkehrsmittel und war ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Region. Sie verband zentrale Punkte der Stadt und trug dazu bei, dass sich neue Quartiere und Verkehrswege entwickeln konnten.
Mit der zunehmenden Verbreitung des Autos veränderte sich der Verkehr grundlegend. Immer mehr Menschen reisten individuell, anstatt mit dem Tram. Es durchquerte die Strassen Schaffhausens zum letzten Mal im Jahr 1966. Nach dem Abschied der Strassenbahn wurde der Trolleybus eingeführt. Dieser erwies sich als sicheres und flexibles Transportmittel und prägte den öffentlichen Verkehr in Schaffhausen über Jahrzehnte. Gleichzeitig wurde auch der Autobusbetrieb weiterentwickelt und stetig ausgebaut.
Als letzte Etappe führte die vbsh Elektrobusse ein, die heute immer häufiger in Schaffhausen zu sehen sind. Altenburger erklärt dazu folgendes: «Die Zukunft der vbsh ist elektrisch und digital. Im Volksmund sagt man: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.» Dies sei die Zukunft, um allen Bevölkerungsteilen einen Zugang zu schaffen und den öffentlichen Verkehr einfacher nutzbar zu machen. Ausserdem fügt er hinzu: «Wir befinden uns wieder mitten in einer Transformation der Elektromobilität, in der auch der Dieselbus langsam, aber sicher verabschiedet wird.»
Mit Freude an der Geschichte der vbsh gab es nicht nur die Möglichkeit zu lernen, sondern die Gäste konnten sich auch mit Freunden und Familie austauschen, feines Essen geniessen und ihr Glück am Glücksrad versuchen. Das Gelände bot eine Mischung aus Information, Unterhaltung und Begegnung. Es gab auch Führungen und Parcours, die dafür sorgten, dass für jedes Alter etwas dabei war und das Jubiläum zu einem besonderen Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher machten.