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Eishockey
13.04.2026

Lemieux schickt den ZSC in die Ferien

Abruptes Saisonende: Die ZSC Lions bringen auch in Spiel 5 gegen Davos in der Vorwärtsbewegung kaum einen Schlittschuh vor den anderen.
Abruptes Saisonende: Die ZSC Lions bringen auch in Spiel 5 gegen Davos in der Vorwärtsbewegung kaum einen Schlittschuh vor den anderen. Bild: Screenshot
Der Traum vom Titel-Hattrick ist ausgeträumt. Die ZSC Lions verlieren auch das fünfte Spiel des Halbfinals gegen Davos, diesmal 1:2 n. V. Damit unterliegen sie in der Best-of-seven-Serie 1:4 und müssen zur Unzeit in die Ferien.

Die ZSC Lions brauchen im Spiel der letzten Chance ein paar Minuten, finden dann aber den Tritt. Sie übernehmen zunehmend das Spieldiktat und stemmen sich gegen das Saisonende. Sigrist trifft früh den Pfosten, weitere Möglichkeiten folgen.

Stabile Zürcher

Defensiv wirken die Zürcher bei 5-gegen-5 stabil und lassen kaum etwas zu. Gefährlich wird Davos vor allem mit den Specialteams: Kessler in Unterzahl und Stransky im Powerplay treffen ebenfalls das Gehäuse. Trotz Chancenplus bleibt der Ertrag für den ZSC im ersten Drittel aus – insbesondere im Powerplay, das bei drei Überzahlgelegenheiten noch nicht funktioniert.

ZSC legt vor, Davos antwortet

Die ZSC Lions gehen im zweiten Drittel verdient in Führung: Sigrist trifft früh, doch Davos antwortet vier Minuten später durch Stransky. Die Zürcher bleiben das aktivere Team und geben erneut mehr Schüsse ab, die Chancen sind nun aber ausgeglichener verteilt.

Umstrittene Ref-Entscheide

Mit dem 1:1 kann deshalb eher der HCD leben. Kurz vor der Pause wächst beim ZSC der Frust über die Referees: Ein hoher Stock gegen Malgin bleibt ungeahndet, wenig später erhält Ryfors für ein Vergehen an Rohrer mit Verletzungsfolgen nur zwei statt vier Minuten. 

Schwache ZSC-Ausländer

Gleichwohl erhalten die Zürcher insgesamt fünf Powerplay-Chancen - und müssen sich einmal mehr den Vorwurf machen, zu wenig daraus gemacht zu haben - viel zu wenig. In der Kritik stehen vor allem die Import-Spieler, die im Vergleich zu den Meisterjahren kaum Einfluss aufs Offensivspiel haben. 

Das gleiche gilt für Denis Malgin. Der Puckvirtuose ist zwar redlich bemüht, doch in Abwesenheit von Sven Andrighetto fehlt ihm der kongeniale Partner. 

Lemieux mit dem goldenen Tor

In Spiel 5 muss die Verlängerung entscheiden. Und diese liefert nach nur 65 Sekunden ein Konzentrat der ganzen Serie: Die HCD-Kanadier Brendan Lemieux läuft entschloss in die Zürcher Zone. Der ZSC-Finne Juha Lammikko leistet nur passiven Widerstand - und ermöglicht Lemieux den siegbringenden Torschuss: 2:1.

Davoser Jubel, Zürcher Frust

Gelblauer Jubel in der Davoser Halle, und der totale Zürcher Frust. Doch die Lions müssen sich an der eigenen Nase nehmen. Die Leistungen in der Halbfinalserie gegen Davos waren alles andere als meisterlich. Deshalb ist das Saisonende nichts als logisch. Der HCD dagegen zieht zum ersten Mal seit 2015 in den Final ein und darf vom Titel träumen. Im Weg steht ihm nur noch Fribourg-Gottéron.

Telegramm

HC Davos – ZSC Lions 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.

Zondacrypto Arena, Davos
6'547 Zuschauer.

Schiedsrichter: Dipietro/Štolc (SVK), Urfer/Obwegeser.

Tore: 23. Sigrist (Baechler) 0:1. 27. Stránský (Asplund) 1:1. 62. Lemieux 2:1.

Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen HC Davos, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

PostFinance-Topskorer: Stránský; Malgin.

HC Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey, Minder; Stransky, Ryfors, Lemieux; Aebli, Asplund, Zadina; Frehner, Waidacher, Kessler; Knak, Egli, Parrée.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Rohrer, Malgin, Riedi; Sigrist, Lammikko, Baechler; Balcers, Grant, Denis Hollenstein; Baltisberger, Sundström, Gruber; Schreiber.

Bemerkungen: HC Davos ohne Corvi, Fora, Gredig, Luca Hollenstein, Nussbaumer (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (alle überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader und Frödén (alle verletzt).

Thomas Renggli
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