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Technik
06.03.2026

Digital statt mühsam

Schematische Darstellung der Blackenerkennung und Umsetzung im Feld.
Schematische Darstellung der Blackenerkennung und Umsetzung im Feld. Bild: AGRIDEA
Smarte Drohnentechnologie macht die Blackenbekämpfung effizient und für alle zugänglich. Jetzt am Agridea-Projekt mitmachen und profitieren.

Die Dezentrale Versuchsstation Smarte Technologien ist eine Initiative von Agroscope, AGRIDEA, sowie den Kantonen Thurgau und Schaffhausen, um Forschungsergebnisse in die Praxis zu tragen und für die Praxis nutzbar zu machen.

Blackenbekämpfung einfacher

In einem neuen Projekt sollen nun die digitalen Möglichkeiten genutzt werden, um Blacken effizienter bekämpfen zu können. Die Entwicklung von Drohnentechnologie und Bilderkennung verläuft seit einigen Jahren in grossen Schritten. Ebenso in der Bilderkennung: es ist möglich, Blacken in Drohnenbildern eindeutig zu identifizieren. Wird diese Information aus dem Bild mit der GPS-Position der Drohne verknüpft, lassen sich die Blacken auf einer Wiese sehr präzise kartieren. Mit Hilfe einer Handy-App können dann die Blacken gezielt für die Bekämpfung angesteuert werden. Damit lässt sich der Aufwand bei der Einzelpflanzenbekämpfung erheblich reduzieren und man kann sicher sein, auf einer Parzelle alle Blacken mit der Bekämpfung zu erfassen. Der Ablauf ist im Schema (siehe Bild) dargestellt. 

Praktischer Nutzen erheben

Im Projekt geht es darum den Prozess dieses Vorgehens zu testen und den praktischen Nutzen zu erheben. Weiterhin geht es darum abzuschätzen, ob der Nutzen für den Landwirtschaftsbetrieb höher liegt als der für die Dienstleistung notwendige Preis. Hierfür werden Praxisbetriebe gesucht, die Blacken auf ihren Wiesen mit dieser Technologie bekämpfen möchten.

So sieht der Ablauf für teilnehmende Betriebe aus: Die Parzelle wird in einem Online-Portal eingezeichnet. Ein Drohnendienstleister befliegt die Fläche dann mit einer geeigneten Drohne. Daraus wird dann eine Karte mit den Blacken berechnet, die der Betrieb in eine Handy-App laden kann. Damit kann man dann zu den einzelnen Blacken navigieren und diese ausstechen oder chemisch bekämpfen.

Kostenfrei am Projekt teilnehmen

Teilnehmende Betriebe können ihre Fläche kostenfrei für das Projekt anmelden. Im Gegenzug wird ein Online-Fragebogen beantwortet dazu, wie einfach der Prozess war, wie hoch die Reduktion der Arbeitszeit eingeschätzt wird und wie wahrscheinlich man eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen würde. 

Die ersten Drohnenaufnahmen sollen zügig nach Vegetationsstart gemacht werden und interessierte Betriebe dürfen sich für nähere Informationen gerne bei Lucas Zingerli melden, der hierfür die Plattform pflanzefinder.ch entwickelt hat. Er ist über die Plattform erreichbar oder per Telefon unter 076 416 03 82.

Schaffhausen24, Originalmeldung Schaffhauser Bauer, Benedikt Kramer
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