Wenn aus einer einfachen Salatsauce fünf verschiedene Varianten entstehen oder aus einem Quark-Dip je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche Häppchen auf den Tisch kommen, dann steckt die kreative Handschrift der Landfrauen dahinter. Die Idee: Ein Rezept – vier saisonale Varianten, leicht nachzukochen und mit alltäglichen Zutaten. «Wir möchten, dass die Leute Lust bekommen, selber etwas auszuprobieren. Kochen soll Freude machen und nicht nur streng nach Kochbuch funktionieren», sagt Rahel Brütsch.
Die gelernte Köchin und Bäuerin Rahel Brütsch aus Barzheim ist seit April 2025 im Vorstand des SBLV (Schweizerischer Bäuerinnen und Landfrauenverband) und leitet die Kommission Ernährung und Hauswirtschaft. Sie war massgeblich für die Rezepte verantwortlich – rund 80 Prozent stammen aus ihrer Feder, die restlichen aus jener von Trudi Berchtold aus Giswil. «Trudi ist seit Jahren in der Kommission, wir ergänzen uns wunderbar», erzählt Brütsch. Gemeinsam entwickelten sie insgesamt 130 Rezepte, die von allen Kommissionsmitgliedern sorgfältig nachgekocht und getestet wurden. Für den ganzen kreativen und organisatorischen Teil ist Nicole Eckert von der Geschäftsstelle des SBLV, ursprünglich gelernte Polygrafin und Marketingfachfrau zuständig und macht dies mit sehr viel Herzblut.
Von der Idee zum fertigen Rezept
Nicole Eckert stellte dem LandLiebe Verlag die Idee und ein mögliches Layout des Kochbuchs vor und überzeugte damit. «Vor nicht einmal einem Jahr haben wir die Zusammenarbeit besiegelt. Und schon im März 2026 wird das Buch erscheinen», erzählt Brütsch freudig. Ziel war ein Buch, das nicht nur Grundrezepte bietet, sondern saisonale Vielfalt aufzeigt.
Im Fokus steht die Regionalität und die Landwirtschaft: einheimische Nüsse statt exotische, Zutaten frisch vom Feld oder aus dem Garten. «Die Grundzutaten hat man meistens zu Hause. Uns war wichtig, dass niemand stundenlang durch Läden rennen muss», betont Brütsch.
Planung bis ins Detail
Damit die Buchfotos in kurzer Zeit umgesetzt werden konnte, war genaue Planung gefragt. Brütsch erstellte eine lange Excel-Tabelle, in der jede Zutat erfasst wurde. So konnte sie die Gesamtmengen für den Grosseinkauf berechnen – von der Milch bis zur letzten Knoblauchzehe. «Am Ende staunten wir nicht schlecht, als 49 Knoblauchzehen zusammenkamen», erzählt sie lachend.
Da das Kochbuch saisonale Varianten zeigt, musste teilweise improvisiert werden: Spargeln wurden schon im Frühling eingefroren, damit sie beim Sommer-Shooting verfügbar waren. «Kürbisse im Sommer zu finden, war dann doch noch einmal eine Herausforderung», erinnert sich die Köchin.