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Kultur
13.09.2021

Die Schauspielerin hinter den Kulissen des nordArt

Katja Baumann gehört zu den Gründerinnen des nordArt-Theaterfestivals. Sie kehrt immer wieder gerne nach Stein am Rhein zurück.
Katja Baumann gehört zu den Gründerinnen des nordArt-Theaterfestivals. Sie kehrt immer wieder gerne nach Stein am Rhein zurück. Bild: Lara Gansser, Schaffhausen24
Nach 13 Jahren wäre das nordArt-Theaterfestival nicht mehr aus Stein am Rhein wegzudenken. Mitgründerin Katja Baumann ist seit der ersten Stunde dabei.

Jeweils in der letzten Sommerferienwoche des Kantons Schaffhausen startet in Stein am Rhein das nordArt-Theaterfestival. An zehn Tagen lassen verschiedenste Künstlerinnen und Künstler die Theaterkultur im Städtchen aufleben. Hinter dem Theaterfestival steht neben den über 40 Festivalbeteiligten eine dreiköpfige Leitung, bestehend aus Katja Baumann, Simon Gisler und Leila Gisler, welche das ganze Jahr hindurch auf das zweiwöchige Event hinarbeitet.

Der Weg nach Stein am Rhein

Katja Baumanns künstlerischer Weg begann früh. Mit 19 Jahren absolvierte sie eine Theaterausbildung in Zürich, anschliessend verschlug es sie für die Musicalausbildung nach Wien. «Dort war mir aber alles zu unpersönlich», so die in Henggart wohnhafte Schauspielerin. Aufgewachsen ist die Festivalleiterin in St. Gallen, durch ihren Vater, der aus Hallau stammt, hatte sie jedoch bereits immer einen Bezug zum Kanton Schaffhausen. 

Dass das nordArt genau in Stein am Rhein stattfindet, sei eher dem glücklichen Zufall zu verdanken, wie Katja Baumann erklärt. «Wir suchten 2009 nach Auftrittsmöglichkeiten für mein erstes Stück», so die Schauspielerin, die so auf die Schwanenbühne in Stein am Rhein gestossen ist. Ihr erstes Solo, unter dem Namen «Rosen für Herrn Grimm» präsentiert Katja Baumann dieses Jahr zwischen September und November erneut auf diversen Bühnen.  Simon Gisler lernte sie kennen während der Ausbildung und nach mehreren gemeinsamen Produktionen ergab sich die Zusammenarbeit für das erste nordArt-Theaterfestival. Sofort war ihnen klar: «Wenn wir ein richtiges Festival initiieren, dann muss dieses auch draussen unter freiem Himmel stattfinden.» An der ersten Durchführung spielten die Künstlerinnen und Künstler neben der Schwanenbühne im Klosterhof des Klosters St. Georgen, bald darauf kam der Asylhof als weitere Kulisse hinzu. «Das Festival stiess schnell auf grosses Interesse bei den Steinerinnen und Steinern, doch wir mussten uns anfangs schon etwas bewähren», erinnert sich Katja Baumann. Die Organisatoren legten von Beginn an grossen Wert darauf, mit dem regionalen Gewerbe zusammenzuarbeiten. 

Das Festival weiter stärken

Nach der coronabedingten Absage im Jahr 2020 war die diesjährige Durchführung sehr berührend für Katja Baumann und ihr Team. «Wir kommen immer als Gäste nach Stein am Rhein. Doch die vielen lieben Worte der Bevölkerung zeigen uns, dass wir akzeptiert werden und jeden Sommer ein Teil des Städtchens sind.» Relativ bescheiden sind ihre Wünsche für die Zukunft des nordArt. «Es geht nicht darum, dass wir weiter wachsen, sondern die bestehenden Angebote beibehalten und weiterentwickeln», so die Festivalleiterin. Persönlich seien ihr die Gratisangebote, also das Strassentheater an der Schifflände, die 5i-Gschicht sowie die neu eingeführte Hörtour, sehr wichtig. «Stillstand wäre der einzige Fehler», hebt sie abschliessend hervor.

Lara Gansser, Schaffhausen24
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