Um Punkt 15 Uhr fiel am vergangenen Samstag der Startschuss zum virtuellen Staaner Stadtlauf. Insgesamt 85 Läuferinnen und Läufer starteten mit Handy und Kopfhörern zum virtuellen Lauf. «Wir wollten ein positives Zeichen setzen und den Lauf trotzdem stattfinden lassen», so Daniel Jung, Medienverantwortlicher des Organisationskomitees Staaner Stadtlauf.
Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und der Absage von zahlreichen Veranstaltungen sind Kreativität und neue Ideen gefragt. So florieren im Laufsport die virtuellen Wettkämpfe, bei denen sich die Läuferinnen und Läufer kostenlos über die App viRace anmelden können. Der Lauf wird dann zeitgleich, aber an einem beliebigen Ort und mit virtuellem statt direktem Kontakt zu den Mitstreiterinnen und Mitstreitern absolviert. Über die Kopfhörer hören die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach jedem Kilometer, auf dem wievielten Rang sie sich befinden und wie gross der Abstand zur Konkurrenz ist. Zudem ertönen jeden halben Kilometer Informationen, wo sich die Läuferinnen und Läufer auf der Originalstrecke befänden. «Dafür braucht es zwar ein ziemlich gutes Vorstellungsvermögen, aber es bereitet sehr viel Freude», sagt Daniel Jung, der gemeinsam mit vier weiteren OK-Mitgliedern in Stein am Rhein mitgelaufen ist.
Schweizer Profiläufer gewinnt
Eigentlich wäre der Staaner dieses Jahr in einer neuen Form ausgetragen worden. Die Strecke führt zukünftig nicht mehr über Hemishofen nach Ramsen, sondern auf einer etwa zweieinhalb Kilometer langen Runde durch die Steiner Altstadt. Anstelle des Halbmarathons gibt es neben der 10-Kilometer-Strecke die Möglichkeit, über 7,5 oder 5 Kilometer zu starten. Dieses neue Konzept wurde bereits in der virtuellen Durchführung berücksichtigt. Am beliebtesten war der 10-Kilometer-Lauf, den der Schweizer Profiläufer Adrian Lehmann gewann. «Wir hoffen sehr, dass wir nächstes Jahr wieder physisch gemeinsam laufen können», so Daniel Jung. Der 40. Staaner Stadtlauf wird am 27. November des kommenden Jahres ausgetragen.